#28 – … und das Gold der Wikinger

Welche Zutaten braucht es, um bei uns Fans das wohlige Gefühl einer Klassikerfolge zu erzeugen? Ist der klassische Drei Fragezeichen Plot etwa immer nur dieselbe Suppe, die lediglich neu gewürzt wurde? Das alles und noch ein bißchen mehr hat uns angesichts der Geschichte rund um einen cholerischen Zwilligsbruder von Skinny Norris und einen skandinavischen Clan beschäftigt. Das Gold der Wikinger – Top oder Flop? Hört rein und geigt uns eure Meinung…

16 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. [Vor dem Hören]
    Oooh, endlich mal wieder etwas aus der guten alten Zeit! Peter Pasetti, die Stimmen noch „echt“ jugendlich und ohne Overacting, … Da freu ich mich drauf! Mein Kinder-Ich fand wenig Folgen zu gruselig zum Einschlafen. Aber bei den heulenden Wölfen und dem Auffinden des Anglerbootes war mir doch etwas mulmig zumute. 😀
    Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass Leute verrückt genug sind, Schaukämpfe zu machen. Und dabei gibt es in der Realität weltweit genügend Gruppierungen, bei denen echtes Blut fliesst. Seien es nachgestellte Kreuzwege oder geschichtliche Rivalitäten.

  2. Ich meine, der besagte Nachrichtensprecher ist nicht Sascha Draeger, sondern Boris Tessmann (u.a. Synchronstimme von David Boreanaz)…

  3. „Das Gold der Wiekinger“ oder „3 Mann in einem Boot“

    Petri Heil, ihr drei Hörspielperlenfischer!

    Fast hätte ich erwartet, dass ihr zu Beginn eurer Folge eines der vielen tiefsinnigen Lieder von Santiano schmettert! Aber vielleicht beim nächsten Mal…
    Übrigens wird bald eine Software auf den Markt kommen, mit der man via Internet mit mehreren Leuten live proben und musizieren kann.

    Hier ein paar Gedanken zu diesem dramatischen Kostümhörfilm (Doch Obacht: Teile meiner Ausführungen könnten euch verunsichern):
    – Das Buch der Folge erschien im Februar 1989
    – Der Felsen von Gibraltar ist 426 m hoch. Zum Vergleich: Der höchste Berg der Rocky Mountains (dort sind die drei Detektive bestimmt schon mal rumgekrakselt) hat eine Höhe von 4401 Metern!
    – „Wir haben alle genug!“ Der Indianer hat vollkommen Recht- Schluss mit den Hamsterkäufen!
    – Salzwasser-Sam Ragnarson benutzt bestimmt Anmachsprüche wie: „Es gibt Krieg. Mein Säbel juckt.“
    – Bob zu Peter: „Du meinst, dass er nicht mehr alle Tassen im Schrank hat? Oh, Mann!“ Eins meiner Lieblingszitate
    – Justus: „Hier ist eine Lücke zwischen den Büschen!“ Na so was! Wie beim „Volk der Winde“: Einen Ast umknicken und Zack! Den verschollenen geglaubten Indianerstamm entdeckt
    – Peter: „Und wenn der Wolf angreift?“ – Zahnarzt Ragnarson: „Das wird ihm schlecht bekommen. Ich habe einen Revolver dabei.“ – Ohja, ich sehe den Wolf schon mit erhobenen Pfoten vor mir: „Na schön, wenn Sie ein so schweres Geschütz auffahren…“
    – Peter: „Ich wette, das war ein Hai.“- Und die anderen stimmen ihm auch noch zu. Ist Peter neuerdings Experte für Haie? Welche Dokumentarfilme hat er denn zu Rate gezogen? Sharknado?
    – Mr Manning ist Autohändler? Woher schließt Justus das? Weder die Nachrichten, noch Reynolds haben das vorher erwähnt. Vielleicht hat er einfach den weit verbreiteten Großraubkatzen-Fetisch und hat sich ein entsprechendes Feuerzeug anfertigen lassen
    – Bevor die Drei Sams Bruchbude durchwühlen, sehen sie ihn von dort aus wegfahren. Das heißt, er war tatsächlich nach seiner Kapitäns-Nummer auf der Insel noch einmal zu Hause.
    – Zusammenfassend lässt sich sagen: „Das habe ich mir gedacht!“ (Dieser Wortlaut kommt gefühlt 50x vor)

    Vielen Dank für eure Mühe! In meiner Abteilung „Unterhaltung“ herrscht zurzeit beklagenswerte Ebbe.

    Setze Segel!
    Mario Marionette

    • GAAAAAAH, Volk der Winde… Ich sortiere die immer bei die Fünf Freunde ein. Da passt die so viel besser hin! (OK, bis auf ein indigenes Volk in der Gegend halt. :-D)

      @R&A:
      Obwohl die Folge ganz knapp noch in „meine“ Ära gehört, so hörte ich sie auch eher selten. An der Unlogik lag es nicht. Ich hab das sogar heute nicht bemerkt. Da wart ihr aufmerksamer.
      Und tatsächlich ist es etwas überladen an „exotischen Sachen“.

      Gerne mehr alten Stoff! 🙂

  4. Schöne Folgenbesprechung einer unterdurchschnittlichen Folge, die auch in der Buchversion nicht viel mehr hergibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Fans sagen mir die neueren Folgen mehr zu, da ich keine verklärten Kindheitserinnerungen an die Klassiker habe. Diese kranken meiner Meinung nach an Logiklöchern und sich wiederholenden Geschichten (verkleidete Verbrecher, merkwürdige Gegenstände, Kunstwerke). Da bieten die neuen Folgen mehr Abwechslung. Sie mögen „hit or miss“ sein, gehen dafür aber Risiken ein. Die Serie wäre längst eingestellt worden und hätte es nicht geschafft, immer wieder jüngere Hörerinnen und Hörer ins Boot zu holen, wenn sie in den 60er-Jahren stehengeblieben wäre.

    Kleine Anmerkung: Von den aktuellen Autoren habt ihr einzig von Henrik Buchna noch keine Folge besprochen. Der hat jedoch ein paar sehr empfehlenswerte Bücher geschrieben: Der schreiende Nebel und Dämon der Rache überzeugen beide mit ihrer starken Atmosphäre…just sayin‘ 😉

  5. Zum Kommentar selbst wollt‘ ich ja auch noch was sagen. Vergessen.
    Ja, es ist wiedermal viel Lärm um nichts passiert. Warten, bis die Gruppe weg ist und weitermachen. So einfach hätte es sein können. Aber wir haben ja schon öfter festgestellt, wie viel unnötigen Aufwand die Schurken in die drei ??? betreiben. Ich erinnere an das zum Drachen umgebaute U-Boot auf Schienen und mindestens 70% der anderen Fälle.
    Sam fand ich charakterlich nicht konsistent. Erst ist er ein Haudrauf (mit Freundlichkeitseinsatz, als er etwas wollte) und am Ende als Opfer klang er wieder komplett vernünftig. („Wer weiss, was der mit mir gemacht hätte.“) Im Buch soll er laut euch ja noch übler beschrieben worden sein. Ist er am Ende auch so lammfromm?

    • Ja, im Buch ist er genauso.
      Und vielleicht erfassen Du und SantaDude das ja ganz richtig, dass diese Grundzutaten alleine keine 200 Folgen hätten schaffen können. Ich würde die Klassiker irgendwie gerne mal wieder „zum ersten Mal“ hören…

  6. Der Soundtrack zur Folge ist ja mehr inoffiziell und kommt ausnahmsweise mal nicht von Europa, muss aber noch dringend vershownoted werden:

    https://youtu.be/Vbh2k0cwWqU
    https://youtu.be/aQ9Ef3eTETs

    Credits: die völlig unbekannte Kölner Band „The Stowaways“, Christian Bruhn und Karel Svoboda (der hier: https://youtu.be/_1MlEqeXD-8)

    Bei Europa aus Hamburg lernt auch das Landei eine Menge Fachausdrücke der Seefahrt, bei „Rätsel um…“ und den Fünf Freunden werden Charles Brauer bzw. die geheimen Pläne gern unter der Persenning versteckt, und bei der Geisterinsel macht Peter die Tampen los. Bitte, Mr. Sam!

  7. Gut gesehen! Bei der verschwundenen Seglerin muss er wohl auch mal reingehört haben, Irma Bannister hat ja die gleiche Nummer durchgezogen – und nicht nur die drei Fragezeichen standen wohl auf dem Plan, der Baumeister von Norwood war ja auch in einem Versteck auf dem Dachboden, bis Sherlock ein kleines Feuerchen fingiert hat. Hätte er sich bei der Wahl des Exils mal besser an Magnum gehalten, anstatt bei Mama rumzusitzen.

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