#006 … und die Geisterinsel

und schon wieder darf Justus bei den Sachen, die Spaß bringen, nicht mitmachen…! Wir widmen uns dieses Mal Hannos Lieblingsfolge, noch aus der Feder von Robert Arthur und Vorlage für den ersten Film. Kann sie halten,was sie verspricht? Was macht eigentlich eine gute Hörspiel-Folge aus? Und was geht Sebastian am meisten darin auf die Nerven?


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12 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Um den Cliffhanger der Folge mal aufzuklären:
    (Spoiler 🙂 )
    Stephan Chrzescinski spricht Chris, der unter anderem auch ganz akzentfrei August August verkörpert.
    Der ist auch für mich ganz vorn dabei als Unsympath Detlef Egge im Paket mit dem Totenkopf. Chrzescinski hat was Ordentliches gelernt und spricht nur noch nebenbei, aber ich mache eine Wette, dass der in der 200. Folge gesetzt ist („Das feurige Auge“, August August und so): https://youtu.be/bQ9MFql7-eY?t=568

    Stefan Brönneke wiederum ist Carlos, alias Taro Togati, der gehorsame und echte Sohn von Rainer Brönneke, dem Chefdetektiv der Nagasami-Austellungswerke.

  2. Übrigens, das polygone (polygonale? polygoneske?) Cover mag zwar schlicht sein, ich bin da aber absolut bei Sebastian und zähle es zu meinen absoluten Lieblingstitelmotiven 😊

  3. Halli-hallo,
    mal ein Punkt/Fehler, auf den Ihr gar nicht eingegangen seid: Nachdem die ersten 5 Minuten vorbei sind (womöglich der beste Hörspiel-Anfang einer Fragezeichen-Folge ever!) kommt ja die sehr schnelle und recht enttäuschende Auflösung der Gespenstererscheinung. Aber Farraday sagt ja einfach nur, dass er es am Vorabend wohl selber war…
    Peters Vater interpretiert das dann so um, dass damit das gesamte Gespenster-Phänomen aufgeklärt ist und schickt Farraday zum Festland, um alle zu informieren; „damit diese ganzen Gerüchte endlich aufhören“. Aber die Gerüchte gibt´s ja schon länger; in Sam´s Erzählung klingt es auch so, dass die Sally schon vor Monaten oder gar Jahren vom Blitz getroffen wurde…Es wird insinuiert, dass es mehrere Geistererscheinungen gegeben haben muss (auch wenn es offenbar immer dieselbe Aktion war: Mädchen in weißem Kleid auf fahrendem Karussell mit Musik…).
    Das kann doch nicht ernsthaft jedes Mal (womöglich über Monate) der Farraday in seinem gelben Regenmantel gewesen sein…
    Oder ist das im Buch anders?

    Ansonsten großes Lob für die Besprechung; Ihr macht das stimmungsvoll und mit dem richtigen Gespür für Tempo und Unterthemen!

    • Danke schön! Ich müsste nochmal genau hinhören, aber ich denke Du hast Recht: Farraday gibt die Erklärung für genau eine Situation und das wird nicht der Legende ums Karrussellgespenst gerecht, wie sie zu Beginn des Hörspiels inszeniert wird. Zum Buch kann ich leider nix sagen…

    • Meiner Meinung nach glaubt Peters Vater grundsätzlich nicht an den Spuk. Er erwähnt das ja auch als die drei ihm davon berichten, dass sie das Gespenst vom Boot aus gesehen haben. Er hört dann allerdings auch von anderen, die so eine Beobachtung gemacht haben (der Regisseur Denton deutet das ja an, in dem er anzweifelt, dass Peters Vater genug Arbeiter bekäme) Und dann platzt Faraday mit dem Geständnis der letzten Nacht heraus. Für Mr. Shaw ist das also damit erledigt, weil gestern nacht der erste und einzige Geister-Vorfall war, seit die Filmcrew auf der Insel ist. Zuvor verschwindet ja nur Ausrüstung.
      Was die Bewohner des Städtchens angeht, die haben in unregelmäßigen Abständen immer wieder eine Geistererscheinung auf der Insel gesehen oder zumindest die Musik herüberwehen hören. Das waren ja wahrscheinlich die beiden Bankruber-Brüder… So verstehe ich das jedenfalls…
      P.S. Im Buch beschreibt der Kommissar, dass gestern nacht viele die Musik gehört hätten. Daraufhin hätten sie sich ihre Ferngläser geschnappt und drüben Sally „Faraday“ Farrington auf dem Karussell reiten sehen. Jetzt sei der ganze Ort in Aufruhr.

      • Übrigens: ich dachte immer, „Zuchthaus“ sei einfach nur ein altertümlicher Ausdruck für Gefängnis, aber laut Wikipedia war eine Zuchthausstrafe tatsächlich eine schärfere Form der Verurteilung als reguläres Gefängnis, die mit besonders harter körperlicher Arbeit verbunden war und als besonders entehrend empfunden wurde 😮 Wurde in der BRD übrigens erst mit der Strafrechtsreform 1968 abgeschafft…

      • Hey Leute, ich erinnere mich, vor etwa zwei Wochen noch einen Kommentar zur Geisterinsel hier über das Homepage-Formular geschrieben zu haben. Den habt ihr bisher nicht online gestellt. War da was zensierungswürdiges drin?
        Viele Grüße
        SMB

        • Asche auf unser Haupt – Hab den Kommentar gerade aus dem Spamordner gefischt und freigegeben. Keine Absicht, dass der da gelandet ist!!

      • ….und noch was zu dem, was du oben geschrieben hast, Stefan:
        Die Brüder können nicht für die Geistererscheinungen der letzten Jahre verantwortlich sein; die waren ja im Knast bis vor einigen Wochen. Wer also seit zehn Jahren für die Geistererscheinungen verantwortlich ist, bleibt weiterhin offen. Kann ja eigentlich nur der Faraday sein? Oder die vom Arzt genannten „jungen Leute“? Passt alles nicht so richtig…

  4. Interessanter und sicherlich richtiger Punkt, Stefan (ich erdreiste mich mal der Duzerei), hatte ich mir gar nicht so klar gemacht. Mr. Shaw ist gar nicht bewusst, was für ein großes Thema die Gespenstererscheinungen im Ort sind. Er hat nur von „Gerüchten“ gehört und tut das ja auch sofort als „Aberglauben“ ab. Als er die Faraday-Erklärung hört, meint er, dass damit die Probleme im Ort erledigt wären. Er denkt einfach nicht weiter drüber nach. Er weiß ja nicht, dass die Geschichte schon seit 10 Jahren läuft.

    Sagt Bob am Ende ja auch, als Peter und er Faraday alles brühwarm erzählen. „Genau vor 10 Jahren hat es angefangen, dass jemand die Leute von der Insel weggraulte (das sagt er tatsächlich so; damit hat der Archivleiter quasi ein neues Wort erfunden! Meinte aber wohl „vergraulte“), indem er eine Schauermähr von dem Gespenst auf dem Karussel verbreitete.“

    Noch zwei Punkte zu dieser Stelle:
    1. Wie lange ist Faraday denn schon Wachmann auf der Insel? Erst seit die Filmcrew da ist, vermute ich? also erst ein paar Wochen? Aber den Vergnügungspark und das Karussel gibt´s ja schon über 10 Jahre. Ist er schon seit 10 Jahren Wachmann? Wenn ja, hätte man ihn nach jeder Geistererscheinung gleich schon in Verdacht haben müssen…Zumindest hätte ich sich erklären müssen.
    2. Ihr habt völlig zurecht darauf hingewiesen, dass Faraday schwachsinnigerweise in der Höhle die ganze Bankraub-Geschichte drei ihm fremden jungen Detektiven erzählt, obwohl er ja den Auftrag hat, Stillschweigen zu bewahren und die Leute von der Insel fernzuhalten. Denselben Schwachsinn macht er ja auch, indem er freiwillig vor der Filmcrew zugibt, dass er das Gespenst war. Warum????? Es hatte ihn noch nicht mal jemand gefragt, ob er am Vorabend was Verdächtiges gesehen hat. Er hätte einfach den Mund halten und sich freuen können, dass es neue Geister-Zeugen gibt (sogar nicht-Einheimische!) und die Angst vor der Insel noch größer wird. Stattdessen gesteht er, dass er das Gespenst war. Total unverständlich.

    • Interessante Punkte, vor allem auch, was du weiter oben geschrieben hast. Es ist jetzt lang her, dass ich mich intensiv damit beschäftigt habe, aber könnte es nicht sein, dass der Spuk auf der Insel lange Zeit auf sich warten ließ und erst vor ein paar Wochen wieder anfing? Dann könnten es die Brüder gewesen sein. Andernfalls muss Faraday dahinter stecken, oder etwa doch Sally Farrington? Der Wachmann könnte ja sicher ungesehen zur Insel und wieder weg kommen, er scheint ja von hier zu sein…

  5. Hallo nochmal, mir ist gerade bei Hören noch was aufgefallen zum seltsamen Satz: „Tom, du hast sie freigelassen!“ und eurem Eindruck, dass das Blödsinn ist, weil Faraday ja mit dem Brüdern beim Geldholen war: „wir nehmen die Angelschnüre aus dem Boot und dann holen wir das Geld!“
    Mein Einwand: Als Bob und Peter von Chris befreit werden und Chris Ihnen erzählt, wie und warum er hergekommen ist, hört man ganz kurz ein „alles in Ordnung?“ der Ballengers und darauf die Antwort „alles bestens“ von Faraday. Dazu kommt kurz vorher der Satz von Chris kurz vorher zu Bob und Peter „Vorsicht! Einen von Ihnen ist noch in der Nähe“.
    Zwei Indizien also, die darauf hinweise dass der Faraday gar nicht mit in der Höhle zum Geld holen war, sondern getrennt von den Brüdern irgendwo anders war….

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