#50 – …und der Phantomsee

Ein Piratenschatz indonesischer Herkunft, versteckt in einer den schottischen Highlands nachempfundenen Kulisse samt Burg und eine verlassene Westernstadt – Dennis Lynds geizt nicht mit kulturellen Zutaten in seinem Werk. Aber was taugt die Geschichte, die sich doch eigentlich nicht so sehr um ein Phantom dreht, wie der Titel suggeriert, sondern eher um das Katz-und-Maus-Spiel der Drei Fragezeichen mit einem cholerischen Java Jim und dessen seltsamen Alter Ego.

Shownotes:
Link zur Band Fantomas

Rückkehr zum Phantomsee

Stücke von Betty George auf Vimeo


8 Replies to “#50 – …und der Phantomsee”

  1. einfachJonas

    Hinter dem Projekt Fantomas steckt übrigens der sehr umtriebige
    Mike Patton (Faith No Moore). Der war schon immer…. speziell 😀
    Er hat z.B. auch ein Projekt, bei dem er italienische Chansons singt.

  2. Blacky The Pirate

    Für die Erkenntnis was denn ein Kris sei, war es sehr hilfreich Diablo II zu spielen. Als Kind war es hingegen völlig ausreichend zu wissen, dass das Ding gefährlich ist 😉

  3. JavaJim

    Ich habe als Kind immer gedacht „Masakept“ sei ein javanischer Ausdruck des Erstaunens/Erschreckens, als das Messer aus der Truhe fliegt. Sowas wie „Damned“ im amerikanischen.

  4. JavaJim

    War Rory im Buch nicht auch einmal als Java-Jim verkleidet? Zum Beispiel auf der Zypresseninsel, als sie mit Professor Shay unterwegs waren. Das wäre auch ein Grund gewesen, warum sie Professor Shay auch nicht mit Java-Jim in Verbindung brachten. Ich muss das Buch unbedingt nochmal lesen.

  5. Jörg aus Bonn

    Liebe Aachener,

    ihr habt es mal wieder geschafft eine meiner absoluten Lieblingsfolgen auszuwählen.

    Beim ersten Hören ist mir die gleiche Stimme von Prof. Shay und Java-Jim übrigens nicht aufgefallen.

    Was mich schon in jungen Jahren verwundert hat: Wenn die Zypresse auf der Insel vor dem Haus schon 100 Jahre alt ist, dann musste sie doch jemand schneiden, damit sie noch in die Richtung des Schatzes zeigt. Also musste es Mitwisser mit Gartenschere geben.

    Angus Gunn, leider nicht mein Idol Angus Young, wird ja von Flora Gunn und ihrem Sohn Clunny als „Großvater“ bezeichnet. Er hat ja allem Anschein nach um 1870 den Schatz von der gesunkenen Argyll Queen an Land gebracht. Wenn er ca. 4 Jahre später ermordet wurde, muss sein jüngstes Kind spätestes – sagen mir mal – 1880 auf die Welt gekommen sein. Wenn Clunny also ca. 1960 geboren ist und Flora Gunn spät Mutter wurde, sagen wir mit 40, und ihre Mutter auch schon 40 war, als Flora geboren wurde, könnte Angus noch als Großvater Floras infrage kommen. Ich denke eher, dass er Floras Urgroßvater war. Wisst ihr Näheres?

    Am Ende wird der Schatz unter den Nachkommen von Angus Gunn (und laut Buch den Nachkommen des Kapitäns) aufgeteilt. Dürfte der rechtmäßige Besitzer nicht die Schiffsgesellschaft sein, für die die Argyll Queen lief? Oder falls der Schatz aus Indonesien stammt, sollte nicht vielleicht die Regierung von Indonesien Anspruch darauf erheben? Fragen über Fragen…

    Bin gespannt, ob ihr mich aufklären könnt.

  6. Jörg aus Bonn

    Nachtrag zu meinem letzten Post:

    Ich bin Angus‘ letztem Kurs gefolgt und habe zwischenzeitlich das Buch gelesen. Daher konnte ich einiges klären, was vielleicht andere genauso verwundert hat wie mich:

    1. Es handelt sich – wie ihr ja auch gesagt habt – um eine Monterey-Zypresse oder (kalifornische) Zwergzypresse. Diese wächst laut Buch nur ca. einen halben Meter in 100 Jahren. Ihr habt selbst als Pfadfinder gesagt, dass das dennoch als Fingerzeig viel zu unpräzise ist. Vielleicht hat Java-Jim aber auch die ganze Nacht gebuddelt oder ein Metallsuchgerät parat gehabt. Es liest sich zumindest spannend und es ist ja auch – Phrasenschwein-Alarm – nur ein Jugendbuch.

    2. Angus Gunn ist der Urgroßvater von Floras verstorbenem Mann. Die Altersspanne erscheint mir dennoch etwas unrealistisch, da Angus‘ Sohn bereits 1883 ein Räucherhaus gebaut hat, also bereits geschäftsfähig gewesen sein muss.

    3. Das Buch erklärt, dass indonesische Piraten gerne die europäischen Schiffe überfallen haben, die auf dem indischen Ozean unterwegs waren. Der Kapitän der Argyll Queen wurde vermutlich erst beklaut und hat dann den Schatz zurückerobert. Angus Gunn hat den Schatz dann seinerseits dem Kapitän entwendet. „Das zu beurteilen ist Sache des Gerichts“ sagt der Kommissar im Buch folgerichtig.

    Ich konnte auch klären, warum Java-Jim sich beschwert „Willst du mich einen Lügner nennen, Junge?!“

    Kapitel 2 „Vergangene Gefahr und neue Bedrohung“ dazu:

    Java-Jim griff nach dem Ring.
    »Ob echt oder unecht, Junge, der Ring gehört mir, verstanden? Die Truhe hat man mir gestohlen, und alles, was drin ist, gehört mir«, sagte der Seemann. »Sagen Sie mir, was Sie dafür wollen, damit ich meine Truhe mitnehmen kann.«
    »Ja, warten Sie mal -“ fing Tante Mathilda an.
    Justus fiel rasch ein: »Wir wissen doch nicht sicher, ob ihm die Truhe gehört, Tante Mathilda. Sein Name steht nicht drauf, und wir wissen nur das, was er uns erzählt hat.«
    »Soll das heißen, daß du mich einen Schwindler nennst, Junge?« knurrte Java-Jim.

    Btw: Wollt ihr vielleicht ein Phrasenschwein für Kommentatoren einrichten? Ich überweise gerne etwas für einen wohltätigen Zweck.

    • Sebastian

      Lieben Dank für die Infos und Deine Mühe – Wir haben es zeitlich nicht geschafft, Deinen vorherigen Kommentar mit ein paar Antworten zu würdigen🙈

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